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Hilfe bei Blasenentzündungen • mikrooek.de
Frau im blauen Kleid mit Händen vorm Schoß

Für Patienten

Hilfe bei wiederkehrenden Blasenentzündungen

Was für den Vaginalbereich schon länger bekannt ist, ist für die Blase noch neu und in Fachkreisen beinahe revolutionär:
Auch in der Blase gibt es eine natürliche Schutzflora, die die Blase gesund halten und Infektionen verhindern kann. Ist die Schutzflora dagegen gestört, begünstigt das immer wiederkehrende Blasenentzündungen.

Bei den meisten Blasenentzündungen sind zuvor Darmbakterien - allen voran E. coli - über die Harnröhre in die Blase gelangt. Die E. coli-Bakterien können aus dem Darm oder zum Beispiel auch aus verunreinigtem Wasser stammen. In der Folge hat sich die Blasenwand entzündet, was die bekannten Symptome hervorruft:

  • Die Blase schmerzt,
  • der Harndrang ist unerträglich,
  • das Wasserlassen brennt stark und
  • nicht selten befindet sich Blut im Urin.

Kommt es immer wieder zu den Beschwerden, sprechen Fachleute von einer rezidivierenden oder auch chronischen Zystitis.

Bei einer unkomplizierten Zystitis reicht es oft aus, viel zu trinken und sich zu schonen. Die Flüssigkeit schwemmt viele Bakterien aus und das Immunsystem beseitigt verbleibende Erreger. Arzneitees können den Körper bei der Abwehr unterstützen und Schmerzmittel können kurzzeitig über schmerzhafte Phasen hinweghelfen.
Vorsicht ist allerdings geboten, wenn Fieber oder stechende bis krampfartige Schmerzen an den Körperseiten auftreten. Dann können die Bakterien bis zu den Nieren aufgestiegen sein und dort eine Entzündung der Nieren verursacht haben.   


E. coli-Bakterien verstecken sich

Doch bei Harnwegsinfekten können besondere Eigenschaften der E. coli-Bakterien die Behandlung erschweren: Die Bakterien können sich an die Blasenwand anlagern und eine gelartige Schicht um sich herum bilden. Die Gelschicht samt eingebetteter Bakterien nennt sich Biofilm. Außerdem können die E. coli-Bakterien direkt in die Blasenwand einwandern. Im Biofilm und in der Blasenwand sind die Bakterien vor dem Immunsystem und vor eingenommenen Antibiotika geschützt.

In dieser Phase treten nicht unbedingt Beschwerden auf. Es ist allerdings nur eine Frage der Zeit, bis die Bakterien wieder freigesetzt werden und die Blasenentzündung erneut aufflammt. Das ebnet den Weg für einen chronischen Harnwegsinfekt.

Häufig ist das Bakterium Gardnerella vaginalis für das Aufflammen der Beschwerden verantwortlich. Gardnerella vaginalis kann sich in der Scheide ansiedeln und dort die typischen Symptome einer Vaginose wie Jucken oder fischigen Geruch auslösen. Gelangt Gardnerella vaginalis dann aus der Scheide in die Blase, greift es die oberste Schicht der Blasenwand an und setzt die E. coli-Bakterien daraus frei. Das geschieht zum Beispiel häufig nach dem Geschlechtsverkehr. Gardnerella vaginalis alleine löst in der Blase dagegen keine Beschwerden aus.

Das ist auch der Grund, warum es immer wieder zu einer Blasenentzündung kommen kann, obwohl die betroffenen Frauen penibel auf die Hygiene achten. Einmal eingenistet, sitzt der Keim in der Blasenwand und wartet.


Aufflammen verhindern, Immunsystem stärken

Bei immer wiederkehrenden Blasenentzündungen ist es deshalb wichtig, die Scheidenflora im Blick zu haben. Auch Frauen, die keinerlei Beschwerden im Vaginalbereich haben, können Gardnerella vaginalis in sich tragen.

Wird Gardnerella aus der Scheide entfernt, verhindert das ein regelmäßiges Aufflammen der Blasenentzündung und das Immunsystem bekommt die nötige Zeit, um die E. coli in der Blasenwand zu bekämpfen und die Infektion endgültig zu besiegen.

Die CystitisCheck-Diagnostik des MVZ Institut für Mikroökologie deckt auf, ob sich E. coli-Bakterien frei in der Blase befinden oder ob sie sich in Biofilm oder Blasenwand zurückgezogen haben. Außerdem weist die Diagnostik das Bakterium Gardnerella vaginalis in der Blase nach. So lässt sich die Therapie genau auf die Infektionsphase abstimmen und die natürliche Besiedlung in der Blase wird so gut wie möglich geschont, damit sie ihre Schutzfunktion weiter ausüben kann.


CystitisCheck-Diagnostik: So einfach geht's

Für die CystitisCheck-Diagnostik geben Sie eine Urinprobe direkt beim Arzt oder Therapeuten ab, der dann alles weitere veranlasst.

Nach etwa einer Woche erhält Ihr Arzt oder Therapeut einen Befund mit darauf abgestimmten Therapieempfehlungen. Selbstverständlich liegt die Auswahl der für Sie geeigneten Behandlungsmaßnahmen im Ermessen Ihres Arztes, der Sie und Ihre Beschwerden am besten kennt.

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