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NeuroStress-Diagnostik • mikrooek.de

FÜR ÄRZTE UND THERAPEUTEN

Adäquate Stressreaktion

Erholungsphasen als Voraussetzung

Die akute Stressantwort des Körpers ist eine physiologische Reaktion auf erhöhte Belastungen. Eine ganze Reihe von Hormonen und Neurotransmittern ist daran beteiligt:

  • Hormone der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse: Cortisol und DHEA
  • Katecholamine: Dopamin, Noradrenalin und Adrenalin
  • Neurotransmitter: GABA, Glutamat und Serotonin
  • Neuroaktive Intermediate des Kynurenin-Stoffwechsels: Tryptophan, Kynurenin und IDO-Aktivität

Die Hormone und Neurotransmitter steuern den Verlauf der Stressantwort: Bei einer angemessenen Stress-Reaktion gleichen sich die exzitatorischen und inhibitorischen Wirkungen in einer strukturierten, zeitlichen Abfolge gegenseitig wieder aus. Am Ende der Reaktionskaskade ist der Körper im Gleichgewicht.

Lässt der Stress anschließend nach, kann sich der Körper regenerieren. Er produziert die verbrauchten Neurotransmitter nach und speichert sie für den Bedarfsfall in den Neuronen.

Fehlen aber die Erholungsphasen, bleibt der Bedarf an Botenstoffen dauerhaft hoch. Zunächst produziert der Körper weiter hohe Botenstoff-Spiegel und die erhöhte Leistungsfähigkeit hält an - jedoch verstärken sich Symptome wie Unruhe, Bluthochdruck und Schlaflosigkeit. Bleibt die Stressbelastung über einen längeren Zeitraum bestehen, kann der Körper dem Bedarf an Botenstoffen nicht mehr nachkommen. Die Speicher in den Neuronen leeren sich und der Botenstoffspiegel sinkt. Das verursacht Mangel-Symptome wie Antriebslosigkeit, Niedergeschlagenheit und Konzentrationsstörungen. Im Extremfall kommt es zum Burnout-Syndrom.

Bei chronischem Stress bricht die komplexe neuroendokrine Regulation zusammen und die körpereigenen Schutzmechanismen werden außer Kraft gesetzt.

Die hormonellen Gegenspieler

Die einzelnen Botenstoffe der physiologischen Stressreaktion haben Gegenspieler mit entgegengesetzter Wirkung, um das System wieder ins Gleichgewicht zu bringen:

Exzitatorische Wirkung:

  • Cortisol
  • Dopamin
  • Noradrenalin
  • Adrenalin
  • Glutamat

Inhibitorische Wirkung:

  • Serotonin
  • GABA
  • DHEA

Die Stressantwort

Zuerst scheidet das Nebennierenmark bei einer Stressantwort die Katecholamine aus, direkt danach schüttet der Hypothalamus Corticoliberin aus - das Corticotropin Releasing Hormon (CRH). Die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse ist damit aktiviert.

Das CRH regt den Hypophysenvorderlappen an, Corticotropin (ACTH) zu sezernieren. Das Corticotropin aktiviert die Nebennierenrinde, die daraufhin Cortisol freisetzt.

Jeder der Botenstoffe in der Reaktionskaskade hemmt die Produktion der vorangegangenen Botenstoffe.

Die Stressreaktion kann physische und psychische Ursachen haben:

  • akute und chronische Infektionen
  • Allergien
  • Angst
  • ballaststoffarme, hochkalorische Ernährung
  • koffeinhaltige Getränke
  • Konflikte
  • Medikamente
  • negative Überzeugung
  • permanenter Zeitdruck
  • Rauchen und andere Rauschmittel
  • Schlafmangel
  • psychische Extremsituationen
  • Umweltgifte
  • zu wenig Entspannung

Für sich alleine sind die einzelnen Stressoren meist noch zu bewältigen. Doch treffen mehrere Stressoren über einen längeren Zeitraum aufeinander, kann der Körper die Belastung nicht mehr über eine physiologische Stressantwort verarbeiten.


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