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Frau steht im Herbstwald-Lichtmangel

Für Ärzte und Therapeuten

Vitamin D-Diagnostik: Mangel ist in Deutschland häufig

Die Haut bildet ausreichend Vitamin D3 (Cholecalciferol), wenn genug UV-B-Strahlen die Haut erreichen. Die Vitamin D3-Versorgung hängt deshalb stark vom Breitengrad, der Jahreszeit, der Bekleidung und der persönlichen Pigmentierung ab.
Besonders im Winter ist ein Großteil der Deutschen mit Vitamin D unterversorgt. Mit der Nahrung nehmen wir nur bis zu zehn Prozent der benötigten Vitamin D-Menge zu uns. Vor allem Fischsorten wie Hering, Lachs und Makrelen sind reich an Vitamin D3.

Die Leber wandelt Vitamin D3 in die Speicherform 25-OH-Vitamin D um. Die Vitamin D-Diagnostik vom Institut für Mikroökologie weist die Menge an 25-OH-Vitamin D im Serum nach und gibt damit Aufschluss über eine Vitamin D-Unterversorgung.

Aufgaben des Vitamin D

Vitamin D reguliert den Calcium-Spiegel im Blut und ist wichtig für den Knochenaufbau. Ein ausgeprägter Vitamin D-Mangel führt beim Kind zu Rachitis und beim Erwachsenen zu Osteomalazie.

Außerdem übernimmt das Vitamin D in unterschiedlichen Organsystemen und Geweben wichtige Aufgaben. Es spielt zum Beispiel bei der Immunmodulation, bei apoptotischen Prozessen, bei der Differenzierung von Zellen und Zellsystemen, aber auch bei der Hemmung der Zellproliferation eine Rolle.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat neue Referenzwerte für die Vitamin-D-Zufuhr festgesetzt: 20 Mikrogramm täglich statt der bisherigen 5 Mikrogramm. Über eine normale Ernährung lassen sich maximal 4 Mikrogramm abdecken, den Rest müssen die Sonne oder Vitaminpräparate leisten.

Aber: Dosierungen über 100 Mikrogramm können den Kalziumspiegel in ungesunde Höhen treiben. Deshalb ist die Bestimmung des individuellen Vitamin-D-Spiegels sinnvoll. Bei 20 bis 30 Nanogramm 25-OH-Vitamin D pro Milliliter sind Vitaminpräparate nicht notwendig. Hat die Diagnostik aber einen Vitamin D-Mangel nachgewiesen, ist eine Vitamin D-Substitution sinnvoll.

Wissenswertes zu Vitamin D

Ein Vitamin D-Mangel tritt in unseren Breiten gehäuft in der dunklen Jahreszeit auf, kann aber auch im Sommer vorkommen. Schon die Verwendung von Sonnenschutzmitteln ab einem Lichtschutzfaktor 8 blockiert die Synthese von Vitamin D in der Haut. Mit zunehmendem Alter geht zusätzlich die Fähigkeit zurück, das Vitamin D in den Nieren in seine aktive Form umzuwandeln. Auch chronische Leber- und Gallenblasen-Erkrankungen können die Aufnahme und Speicherung von Vitamin D reduzieren, wenn die Fettresorption vermindert ist. Ein Defizit an diesem Vitamin lässt sich kaum über die Ernährung ausgleichen, so dass eine Substitution erforderlich wird.

Vitamin D-Mangel und Erkrankungen

Eine Unterversorgung mit Vitamin D wird mit der Entstehung diverser Erkrankungen oder Störungen in Verbindung gebracht. Beispiele sind:

  • rezidivierende Atemwegsinfekte
  • chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn)
  • Autoimmunkrankheiten (z. B. Multiple Sklerose, systemischer Lupus erythematodes)
  • Diabetes mellitus Typ 1
  • allgemein erhöhte Sterblichkeit
  • arterielle Hypertonie
  • etliche Formen maligner Neoplasien (z. B. Ovar, Pankreas, Oesophagus, Kopf und Hals)
  • Metabolisches Syndrom
  • Neurodegenerative Erkrankungen (Demenz und M. Parkinson) und Hirnleistungs-störungen
  • Parodontitiden bei Schwangeren.

Vitamin D-Stoffwechsel

Vitamin D3 wird in der Haut gebildet, wenn sie der Sonne (UV-B Strahlung) ausgesetzt ist. Die körpereigene Vitamin D3-Produktion deckt dann den Hauptanteil des Vitamin D-Bedarfes. Mit der Nahrung nehmen wir Vitamin D2 und D3 auf - allerdings maximal zehn Prozent der benötigten Menge an Vitamin D. 

Das aufgenommene Vitamin D bindet in der Blutbahn an ein Bindungsprotein (DBP) und wird in der Leber in 25(OH)-Vitamin D umgewandelt. 25(OH)-Vitamin D ist eine Speicherform: sie hat eine geringe biologische Aktivität, liegt aber mit der höchsten Konzentration in der Blutzirkulation vor. Deshalb ist die Bestimmung des 25(OH)-Vitamin D am besten geeignet, um eine Aussage über die Vitamin D-Versorgung zu treffen. 

In der Niere erfolgt anschließend die Metabolisierung von 25(OH)-Vitamin D zu 1,25(OH)2-Vitamin D, der biologisch aktivsten Vitamin D-Form. 1,25(OH)2-Vitamin D erlaubt allerdings keine Aussage über die Langzeitversorgung mit Vitamin D.


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