Für Ärzte und Therapeuten

Bei erhöhter Infektanfälligkeit: Profil Infektanfälligkeit Plus D

Das Profil InfektanfälligkeitPlus D unterstützt bei der Ursachensuche, wenn ein Patient ständig krank ist. Das Profil prüft Abwehrleistung, Permeabilität und Entzündungsstatus der Darmschleimhaut, kombiniert mit dem Nachweis des Vitamin D-Spiegels im Blut und fakultativ pathogener Keime im Rachen.

Der diagnostische Blick auf die Schleimhaut lohnt sich, denn sie bildet nicht nur eine physikalische Grenzfläche zwischen dem Menschen und seiner Umgebung, sondern bietet mit ihren immunologischen Funktionen auch einen Schutz vor Infektionserreger.

Das Profil Infektanfälligkeit Plus D erfasst:

  • die Konzentration der schleimhautständigen Immunglobuline (sIgA) anhand einer Stuhlprobe. Da die Schleimhautsysteme des Körpers miteinander in Verbindung stehen, erlaubt die Erfassung der sIgA-Konzentration im Stuhl Rückschlüsse auf die Konzentration der Immunglobuline in anderen Schleimhautbereichen wie den Atemwegen. Das sIgA sitzt auf der Oberfläche der Schleimhaut, um pathogene Erreger oder Allergene abzufangen. Bei Patienten mit chronischen Erkrankungen ist die Konzentration häufig erniedrigt.
  • das alpha-1 Antitrypsin im Stuhl. Das in der Leber gebildete Protein kommt bei Gesunden nur in geringer Konzentration im Stuhl vor. Bei Entzündungen produziert der Körper dagegen verstärkt α-1 Antitrypsin. Eine Erhöhung im Stuhl deutet auf Entzündungen und eine Störung der Schleimhautintegrität hin. Ist der epitheliale Zellverband gelockert, können Krankheitserreger und andere schädliche Faktoren leichter eindringen.
  • Vitamin D im Serum (25(OH)-Vitamin D). In Deutschland reicht die Intensität der UV-B-Strahlung nicht aus, um genügend Vitamin D3 in der Haut zu bilden. Eine Vitamin D-Unterversorgung geht mit einer gesteigerten Infektanfälligkeit einher.
  • die bakteriologische Untersuchung des Rachenabstrichs. Bestimmt werden der Zustand der physiologischen Rachenflora - dem mikrobiellen Schutzfilm gegen pathogene Erreger - und eine mögliche Besiedelung mit (fakultativ) pathogenen Bakterien oder Pilzen.

Die Störung bereits eines Schutzfaktors kann zu einer deutlich erhöhten Infektanfälligkeit führen.

Das Profil Infektanfälligkeit Plus D wird von den gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen erstattet. Sie können das Profil Infektanfälligkeit auch ohne Vitamin D anfordern.


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