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HPV: Auslöser des Zervixkarzinoms nachweisen • mikrooek.de
Frauenbauch, Zervixkarzinom,Papillomaviren

Für Ärzte und Therapeuten

HPV: Auslöser des Zervixkarzinoms nachweisen

Zur Diagnose des Zervixkarzinoms wird heute meist die PAP-Zytologie herangezogen. Die Methode beschränkt sich jedoch auf die Symptome und weist Mängel in der Sensitivität auf.

Moderne Verfahren fokussieren deshalb auf die Auslöser des Zervixkarzinoms: die humanen Papillomaviren (HPV).

Je nach nachgewiesenem HPV-Typ erhöht sich die Wahrscheinlichkeit der Krebsentstehung um das bis zu 400-Fache. Das ist zum Beispiel beim Hochrisiko-HPV-Typ 16 der Fall. Eine persistierende HPV-Infektion mit dem Typ 68 erhöht die Krebswahrscheinlichkeit dagegen „nur“ um das 50-fache.

Über 70 Prozent aller Zervixkarzinome gehen auf persistierende Infektionen mit den HPV-Typen 16 und 18 zurück. Das verdeutlicht die unterschiedliche Aggressivität der einzelnen Hochrisiko-HPV-Typen.

Eine 10-Jahres-Studie in Dänemark zeigte: 52 Prozent der Frauen mit einem normalen PAP-Abstrich und einer persistierenden HPV-16-Infektion entwickelten innerhalb von 10 Jahren eine schwere Dysplasie. Dagegen hatten Frauen mit einer persistierenden Infektion durch einen anderen HPV-Typ nur ein Risiko von 13 Prozent.

Die PapilloCheck-Diagnostik vom Institut für Mikroökologie weist die wichtigsten Hochrisiko- und Niederrisiko-HPV-Typen nach. Beim Zervixkarzinom ist eine Diagnostik besonders wichtig, die auf die Ursachen abzielt - denn das Zervixkarzinom ist im Frühstadium in nahezu 100 Prozent der Fälle heilbar.

Eine HPV-Infektion ist nicht gleich Krebs

Bei etwa 80 Prozent der HPV-Infizierten kann die natürliche Immunabwehr des Körpers den „zervikalen Schnupfen“ innerhalb von zwölf Monaten eliminieren.

Nur bei 20 Prozent der Infizierten kommt es zu einer Persistenz oder zunehmenden Verschlimmerung. Daraus entwickeln sich bei fünf bis zehn Prozent der Frauen mit einer Hochrisiko-HPV-Infektion zytologische Auffälligkeiten – meist im Alter zwischen 20 und 40 Jahren.

Nach 7 bis 15 Jahren entsteht bei weniger als einem Prozent der Frauen aus der persistierenden Hochrisiko-HPV-Infektion ein Karzinom.

Eine regelmäßige HPV-Vorsorge ermöglicht eine sichere Aussage über eine HPV-Infektion und den individuellen Krankheitsverlauf.

HPV-Test laut Arztreport überlegen

Der Arztreport 2015 der Barmer GEK hat die Überlegenheit des HPV-Tests gegenüber bisherigen Methoden gezeigt. Die Krankenkasse will Frauen in Deutschland deshalb künftig den HPV-Test bezahlen.


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