Für Ärzte und Therapeuten

Typ-III-Nahrungsmittelallergien nachweisen

Ein Patient kommt müde und abgeschlagen in die Praxis. Er klagt über abdominelle Schmerzen, Antriebslosigkeit, Müdigkeit, rezidivierende Diarrhöen und Meteorismus. Dabei ernähre er sich nach eigenen Angaben doch vollwertig und gesund und würde das einfach nicht verstehen. Die Beschwerden persistieren seit etwa einem Jahr - weitestgehend unverändert. Er habe schon viel probiert, aber er wisse einfach nicht mehr weiter, zumal auch seine Arbeit langsam darunter leide.

Sicher kennen Sie den geschilderten Fall aus Ihrer Praxis. Ursache kann eine Typ-III-Allergie sein: Dabei provozieren lösliche Antigene eine Immunreaktion, indem sie sich als Immunkomplexe aus mehreren Antigen-IgG-Antikörper-Komplexen im Geweben ansammeln. Ganz unterschiedliche Gewebe können davon betroffen sein.
Bei begrenztem Antigen-Stimulus bauen die Phagozyten die Immunkomplexe ab oder das Komplement löst sie auf. Erst wenn die Abbaukapazität überfordert ist, manifestiert sich die Typ-III-Allergie klinisch.

Da die Symptome bis zu 72 Stunden verspätet auftreten, kann der Patient seine allergische Reaktion nicht mit dem auslösenden Lebensmittel in Verbindung bringen.

Für den Nachweis einer Typ-III-Allergie bietet das Institut für Mikroökologie jetzt das KyberAllergoPlex-Konzept an:

  • Der Basistest KAP44 misst die Reaktion auf 44 Lebensmittel, bei denen am häufigsten Typ-III-Allergien auftreten.
  • Der neue Standardtest KAP100 erfasst an die 90 Lebensmittel.
  • Der Premiumtest KAP300 weist die IgG-Titer gegenüber 270 Lebensmitteln und Zusatzstoffen im Blut nach.

Aufgrund von Beobachtungen in der Praxis kann das diagnostische Verfahren unserer Meinung nach gezielt eingesetzt werden, um Patienten mit chronischen Beschwerden wie Verstopfung, Durchfall, Entzündungen der Haut oder Migräne zu helfen.

Bitte beachten Sie: Wie bei vielen innovativen, diagnostischen Verfahren gibt es auch bei der Typ-III Allergiediagnostik gegen Lebensmittel Befürworter und Gegner. So ist auch unsere Meinung in Fachkreisen umstritten. Besonders die Fachgruppe der deutschsprachigen Allergologen steht dem IgG-Antikörpertest im Zusammenhang mit Nahrungsmittelallergien laut einer aktuellen Leitlinie kritisch bis ablehnend gegenüber.

Wenn Sie mehr zu Pro und Contra der IgG-Allergiediagnostik wissen wollen, finden Sie die entsprechenden Informationen unter:

KAP44: die 44 häufigsten Typ-III-Allergien

Die KyberAllergoplex44-Diagnostik weist IgG1-3-Antikörper gegen 44 verschiedene Lebensmittel im Blut nach. Die 44 Lebensmittelantigene decken etwa 70 bis 80 Prozent aller auftretenden IgG-Antikörper ab.

Der Reaktionsindex zwischen 0 und 4 wertet die nachgewiesene IgG-Aktivität entsprechend dem Grad der Unverträglichkeit aus. Ein Index zwischen 1 und 2 entspricht einer moderaten Lebensmittel-Überempfindlichkeit. Bei einem Index zwischen 3 und 4 liegt eine starke Unverträglichkeit gegen das entsprechende Lebensmittel vor.

Die ausführliche Befundmappe erklärt, welche Lebensmittel der Patient über welchen Zeitraum meiden sollte. Die Auslassdiät kann den Betroffenen Linderung bringen.

Wird nach der KAP44-Diagnostik eine Erweiterung zum KAP300 notwendig, steht das KAP300-Upgrade zur Verfügung. Aus der gleichen Serumprobe werden dann im Anschluss die restlichen Allergene gestestet.

Praxiserhebung zum KyberAllergoPlex 44

Das Institut für Mikroökologie hat 31 Ärzte zu insgesamt 360 Patienten retrospektiv zum Erfolg der therapeutischen Maßnahmen nach einer KyberAllergoPlex44-Diagnostik befragt. Mehr dazu

Lesen Sie dazu auch die Veröffentlichung der Ergebnisse im Sonderdruck "Wenn Lebensmittel den Körper schwächen". Loggen Sie sich über DocCheck rechts in den Fachbereich ein und laden Sie den Artikel direkt als pdf-Datei herunter oder bestellen Sie ihn als Sonderdruck bei den Fachinformationen.

Im Artikel "IgG-Diagnostik: kein physiologischer Titeranstieg nach Lebensmittelverzehr" erfahren Sie mehr über die natürliche Immunreaktion nach Provokation mit verschiedenen, für die Typ-III-Allergie typischen Lebensmitteln. Den Sonderdruck können Sie ebenfalls im DocCheck-geschützten Fachbereich bestellen.

Lesen Sie mehr zur Entstehung von Nahrungsmittelallergien durch Schädigung des Darmes


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