Person mit Schutzausrüstung, Abstrichtupfer und Grafiken von Viren und Bakterien

FÜR ÄRZTE UND THERAPEUTEN

Akute respiratorische Infektionen

20 Erreger schnell nachweisen - gezielt therapieren - das Umfeld schützen

Respiratorische Infektionen, also Infektionen des Atemwegstrakts, können auf ganz unterschiedliche Erreger zurückgehen. Trotzdem ähneln sich die Symptome oft stark:

  • Husten - trocken oder produktiv
  • Schnupfen - mit behinderter Nasenatmung
  • Hals- und Kopfschmerzen
  • entzündeter Rachen (Rötung)
  • Heiserkeit
  • erhöhte Temperatur
  • Frösteln
  • Unwohlsein

Besonders bei Risikopatienten sind dann schnelle und zuverlässige Antworten gefragt:

  • Besteht akuter Handlungsbedarf oder ist ein leichter Verlauf wahrscheinlich?
  • Ist eine Therapie mit Antibiotika zielführend oder schwäche ich damit nur die Immunabwehr des Patienten?
  • Oder muss ich den Patienten isolieren, um sein Umfeld zu schützen?

Das neue Respiratorische-Erreger-Panel schafft hier schnell und sicher Klarheit: Es weist aus nur einem Nasopharyngealabstrich 20 verschiedene virale und atypische bakterielle Erreger respiratorischer Infektionen gleichzeitig nach – und das Ergebnis liegt bereits am Tag des Probeneingangs vor.
Nutzen Sie für die schnelle Befundübermittlung unseren Befundserver, für den Sie sich direkt auf der Website anmelden können: kyber.de


Ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe der Atemwegsinfektion haben:

  • Patienten mit Herzerkrankungen
  • Patienten mit COPD oder Asthma bronchiale
  • immungeschwächte Personen1

Abhängig vom Erreger können auch besonders gefährdet sein:

  • Kinder unter fünf Jahren2
  • Schwangere3
  • ältere Menschen4

Das Respiratorische-Erreger-Panel erfasst über eine Nested-Realtime-Multiplex-PCR:

 

Gemeinsam ist den respiratorischen Erregern, dass sie sich in der Regel per Tröpfcheninfektion oder über Kontakt mit kontaminierten Oberflächen von Mensch zu Mensch verbreiten - auch wenn sie teilweise ursprünglich von Tieren stammen. Oft stellt der Mensch sogar das einzige Reservoir dar.

Unterschiede gibt es hinsichtlich des jahreszeitlichen Auftretens, der Risikogruppen und des Durchseuchungsgrades. Um eine Weiterverbreitung zu verhindern, ist die sichere Diagnostik und nachfolgend eine gute Hygiene - gegebenefalls auch eine Isolation der Betroffenen - die Grundlage. Gegen Influenza und gegen SARS-CoV-2 gibt es bereits wirksame Impfungen.


Therapeutische Konsequenzen

Das Respiratorische-Erreger-Panel unterscheidet zwischen viralen und atypischen bakteriellen Atemwegserregern. Im Fall einer viralen respiratorischen Infektion sind Antibiotika unwirksam und schwächen bei einer Gabe unnötig die Immunabwehr.

Insbesondere bei Infektionen mit den Corona-Viren SARS-CoV 2 und MERS-CoV sind eine Meldung an das zuständige Gesundheitsamt und Quarantäne der Betroffenen - und deren Kontaktpersonen - vorgeschrieben.
Das Labor ist ebenfalls verpflichtet, positive Befunde mit Influenza A, Influenza B, Bordetella pertussis und B. parapertussis zu melden.

Bei anderen respiratorischen Infektionen ist ein eingeschränkter Kontakt vor allem zu Risikogruppen sinnvoll.


Literatur

  1. Centers of Disease Control and Prevention (CDC): Adenoviruses. www.cdc.gov/adenovirus/index.html. Stand 28.08.2019, abgerufen am 11.08.2020.
  2. Tazinya A. A. et al. 2018: Risk factors für acute respiratory infections in children unter five Years attending the Bamenda Regional Hospital in Cameroon. BMC Pulmonary Medicine 18: 7.
  3. Mertz D. et al. 2019: Pregnancy as a risk factor for severe influenza infection: an individual participant data meta-analysis. BMC Infectious Diseases 19: 683.
  4. Childs A. et al. 2019: The burden of respiratory infections among older adults in long-term care: a systematic review. BMC Geratrics 19: 210.

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