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Nierenstein-Rezidivrisiko • mikrooek.de

Für Ärzte und Therapeuten

Nierenstein-Rezidivrisiko: Oxalsäure-abbauende Bakterien bestimmen

Oxalsäurehaltige Nierensteine gehören zu den häufigsten Nierensteinen. Bei etwa 46 Prozent der Hyperoxalurie-Patienten finden sich aber keine Gründe für die hohe Oxalatbelastung. Nach der Therapie treten bei einem Viertel der Nephrolithiasis-Patienten ständig Rezidive auf.
Der Grund kann eine gestörte Oxalat-Homöostase sein, die auf das Fehlen des Darmbakteriums Oxalobacter formigenes zurückgeht.

Oxalobacter formigenes hat sich auf das spezialisiert, was der menschliche Stoffwechsel nicht kann: Er baut Oxalat ab. Das Darmbakterium lebt ausschließlich von Oxalat und greift dabei nicht nur auf das Oxalat zurück, das wir mit der Nahrung aufnehmen. Oxalobacter formigenes stimuliert zusätzlich die Oxalat-Sekretion aus dem Darmepithel in das Lumen. Dafür scheidet das Bakterium ein Protein aus, das den Oxalat-Transporter im Darm-Epithel anregt. Damit verschafft sich Oxalobacter formigenes zusätzliche Nahrung und der Körper scheidet deutlich weniger Oxalat über den Urin aus. Das verringert die Oxalat-Belastung der Nieren.

Auch andere Darmbakterien wie die Laktobazillen können Oxalat abbauen. Sie leben allerdings nicht davon, sondern übernehmen den Abbau unter bestimmten Bedingungen und nutzen dafür ihren Entgiftungsstoffwechsel.

Reichert sich übermäßig viel Oxalat im Körper an, fördert das nicht nur die Entstehung von Nierensteinen. Es begünstigt auch Erkrankungen wie Gelenkergüsse, Arthralgien und Brustkrebs.

Unsere neue Diagnostik Risikoabschätzung Nierenstein-Rezidiv zeigt über den Nachweis von Oxalobacter formigenes und Laktobazillen die Oxalat-Abbau- und Sekretionskapazität im Darm an. Fehlt Oxalobacter formigenes im Darm oder ist das Bakterium nur in geringen Zellzahlen vorhanden, lässt sich diätetisch gegensteuern. Gleichzeitig ist es wichtig, einen übermäßigen Oxalat-Einstrom in das Darmepithel - zum Beispiel bei einem Leaky gut - therapeutisch zu unterbinden.

Ein besonderes Augenmerk gilt in dem Zusammenhang den Vegetariern. Denn die intestinale Oxalat-Absorption und die Oxalat-Ausscheidung über den Urin steigen bei einer vegetarischen Kost unabhängig von deren Oxalat-Gehalt.

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