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CystitisCheck bei rezidivierenden Zystitide detektiert inaktive E. coli und Gardnerella vaginalis • mikrooek.de

FÜR ÄRZTE UND THERAPEUTEN

CystitisCheck bei rezidivierenden Zystitiden

Aktuelle wissenschaftliche Studien haben den Auslöser rezidivierender Zystitiden entdeckt: Der primär nicht uropathogene Vaginalkeim Gardnerella vaginalis greift die oberste Schicht des Urothels an und setzt dort schlafende E. coli frei, die sich vermehren und ein Rezidiv auslösen.

Der neue CystitisCheck differenziert erstmals aktive und inaktive E. coli und weist gleichzeitig Gardnerella vaginalis und die Gruppe der Enterobacteriaceae nach.

E. coli nisten sich in Urothel ein

Uropathogene E. coli lösen 80 Prozent aller Zystitiden aus. Die Bakterien sind natürlicher und wichtiger Bestandteil der Darm-Mikrobiota. Gelangen sie aber über die Harnröhre in die Blase, können sie Entzündungen des Urothels verursachen, mit unangenehmen Symptomen wie Harndrang und Schmerzen beim Wasserlassen. Doch damit endet der Pathomechanismus nicht: Während der Entzündung können sich die uropathogenen E. coli in die obere Schicht des Urothels einnisten und in eine inaktive Form übergehen.1 Die häufig eingesetzten Antibiosen bekämpfen nur die freien Erreger im Blasenlumen, die eingenisteten E. coli sind dagegen vor der Eradikation geschützt.

Gardnerella vaginalis aktiviert E. coli

Nach einer vorerst erfolgreichen Antibiose gehen die Symptome zurück und die Patientin befindet sich in Remission. Das Zystitis-Rezidiv ist jedoch vorprogrammiert: Steigt jetzt der primär nicht uropathogene Vaginalkeim Gardnerella vaginalis in die Blase auf, zerstört er die oberste Schicht des Urothels und setzt zum Teil große Mengen inaktiver E. coli frei. Etwa 40 Prozent der vaginal asymptomatischen Frauen tragen Gardnerella vaginals in ihrer Vagina und gehören somit zur Risikogruppe für rezidivierende Zystitiden. Nach der Freisetzung aus dem Urothel gehen die E. coli in ihre aktive Form über und können sich nach einiger Zeit stark im Blasenlumen vermehren.2,3 Die Zystitis flammt wieder auf.

CystitisCheck detektiert inaktive E. coli und Gardnerella vaginalis

Standard-Kultivierungsverfahren weisen weder die wandständigen, inaktiven E. coli noch Gardnerella vaginalis nach. Der neue CystitisCheck detektiert dagegen mit Hilfe moderner molekularbiologischer Techniken aktive und inaktive E. coli und erfasst gleichzeitig den Aktivator-Keim Gardnerella vaginalis und die Gruppe der Enterobacteriaceae.
So ermöglichen wir als erstes Labor eine umfassende Ursachen-Abklärung bei rezidivierenden Zystitiden und bieten Empfehlungen für eine nachhaltige Zystitis-Therapie.  

Jede vierte Frau betroffen

Zystitiden gehören vor allem bei Frauen zu den häufigsten bakteriellen Infektionen. Die Rezidivrate ist sehr hoch: Jede vierte Frau, die an einer akuten Zystitis erkrankt, erleidet innerhalb von sechs Monaten ein Rezidiv. Weltweit erkranken ungefähr 70 Millionen Frauen mehr als sechs Mal pro Jahr an einer Blasenentzündung. Damit ist ein Prozent der weiblichen Weltbevölkerung von rezidivierenden Zystitiden betroffen4. Steigt der Infekt auf, drohen schwerwiegende Erkrankungen wie Pyelonephritiden.

Literatur

1. Blango M. G. et al. Forced resurgence and targeting of intracellular uropathogenic Escherichia coli reservoirs. PLoS One 2014; 9: e93327.

2. Gilbert et al. Transient microbiota exposures activate dormant Escherichia coli infection in the bladder and drive severe outcomes of recurrent disease. PLOS Pathogens 2017; 13: e1006238.

3. Deutsches Ärzteblatt. Blasenentzündung: Neues Bakterium als Auslöser entdeckt. 2017, Deutscher Ärzteverlag GmbH

4. Foxman B. Urinary tract infection syndromes: occurrence, recurrence, bacteriology, risk factors, and disease burden. Infect Dis Clin North Am 2014; 28: 1-13.


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