FÜR ÄRZTE UND THERAPEUTEN

Adenovirus F 40/41

Adenovirus-Infektionen kommen weltweit vor, jahreszeitliche Häufungen sind nicht erkennbar. Oft treten die Infektionen in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindertagesstätten auf1.

Adenoviren sind für viele Krankheitsbilder verantwortlich, zu denen überwiegend okuläre, respiratorische und gastrointestinale Infektionen zählen. Es gibt mehrere humanpathogene Adenvirus-Typen1, wobei die Typen 40 und 41 bis zu 15 Prozent aller Durchfallerkrankungen bei Kleinkindern ausmachen2.

Damit sind Adenoviren neben Rotaviren und Noroviren die häufigsten Erreger von Durchfallerkrankungen beim Kleinkind3. Auch wenn Adenovirus-Infektionen hauptsächlich bei Kindern vorkommen, können Erwachsene daran erkranken2.

Das Enteropathogene-Erreger-Panel weist das Virus schnell und zuverlässig nach.


Symptomatik

Bei immunkompetenten Menschen verlaufen die meisten Adenovirus-Infektionen asymptomatisch.

Bei symptomatischen Infektionen tritt besonders bei Kindern meist Fieber über 39° C auf, das länger als fünf Tage anhält5. Dazu kommen starke wässrige Durchfälle und abdominale Schmerzen. Der Infekt klingt meist nach wenigen Tagen ab.

Die Erkrankung ist ansteckend, solange Erreger im Stuhl nachweisbar sind3. Da Patienten das Virus noch Wochen bis Monate nach der akuten Erkrankung mit dem Stuhl ausscheiden können4, ist der Erregernachweis im Stuhl wichtig, um einer Ausbreitung der Adenoviren vorzubeugen.


Übertragung

Der Mensch ist die einzige Infektionsquelle für Adenoviren. Adenoviren sind umweltresist, was ihre Übertragung begünstigt: Bei Zimmertemperatur können sie über Wochen infektiös bleiben1.

Adenoviren übertragen sich fäkal-oral, häufig in direktem Kontakt mit infizierten Menschen.
Aber auch die indirekte Übertragung über kontaminierte Oberflächen ist möglich. Infektionen können sich außerdem über Luft und Wasser - beispielsweise beim Schwimmen - übertragen5.


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