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Diagnose von Durchfallerreger und Parasiten • mikrooek.de
Mann mit Bauchschmerzen, Enteropathogene Erreger

FÜR ÄRZTE UND THERAPEUTEN

Diagnose von Durchfallerregern und Parasiten

Die Zahl der Durchfallerkrankungen ist hoch: In Europa treten jährlich 154 Millionen Fälle auf. Unter den in Deutschland nachgewiesenen Erregern finden sich immer häufiger „exotische“ Enteropathogene, die wahrscheinlich auf unsere heutige Mobilität und die Klimaveränderungen zurückzuführen sind. 

Enteropathogene Erreger können aber nicht nur Diarrhöen auslösen, sondern auch unklare, chronische Abdominalbeschwerden verursachen.

Enteropathogene Erreger als Ursache unklarer Abdominalbeschwerden

Unklare Abdominalbeschwerden können auf unentdeckte enteropathogene Erreger zurückgehen - auch wenn der Patient nicht an Durchfall leidet und kein Verdacht auf eine Infektion besteht. Das hat das MVZ Institut für Mikroökologie GmbH gezeigt. 

Insgesamt hat das Institut für die Untersuchung Stuhlproben von 100 Patienten mit unklaren Abdominalbeschwerden ohne Infektionsverdacht analysiert. Das Ergebnis: Mit Hilfe des Enteropathogene-Erreger-Panels wurden in den Stuhlproben 15-mal Infektionserreger nachgewiesen.

Das Enteropathogene-Erreger-Panel ist ein umfassender Test auf 22 Bakterien, Viren und Parasiten, der schnell und sicher Klarheit schafft und damit neue Behandlungsoptionen für Patienten mit unklaren Abdominalbeschwerden bietet.

Selbstverständlich eignet sich der Test auch, um die Ursachen einer Diarrhö abzuklären.

Das Enteropathogene-Erreger-Panel weist folgende Erreger molekularbiologisch nach:

Das Ergebnis liegt bereits am Tag des Probeneingangs vor.


Weiterhin Einzelnachweise möglich

Darüber hinaus differenziert die Diagnostik vom Institut für Mikroökologie wie bisher auch einzelne bakterielle und virale Durchfallerreger, Würmer und Parasiten.
Dabei kommen PCR, kulturelle und serologische Methoden zum Einsatz (siehe Leistungsverzeichnisse). Bei den bakteriellen Erregern wird entweder der Erreger selbst nachgewiesen oder die von ihm gebildeten Toxine.

Das Nachweisspektrum umfasst insgesamt:

Bakterielle Erreger

  • Campylobacter
  • Salmonella
  • Shigella gesamt und Differenzierung von S. dysenteriae, S. sonnei, S. boydii und S.flexneri
  • Yersinia enterocolytica
  • Enterotoxinbildende E. coli
  • Enteropathogene E. coli

Toxinnachweis:

  • VTEC stx1 und 2
  • EHEC Toxin
  • Clostridium difficile-Toxin (KyberStatus: auch Clostridien gesamt)

Parasiten

  • Giardia lamblia
  • Entamoeba
  • Cryptosporidium

Virale Erreger

  • Rotaviren
  • Astroviren
  • Adenoviren
  • Noroviren

Würmer und Wurmeier

  • Würmer und Wurmeier

Intestinale Helminthen – also endoparasitäre Würmer - lassen sich in verschiedene Gruppen einteilen:

  • Plattwürmer (Plathelminthes): Dazu zählen die Bandwürmer (Cestoden) wie die Taenia-Arten.
  • Rundwürmer (Nematoden) sind
    • Madenwürmer (Oxyuren) wie Enterobius vermicularis,
    • Spulwürmer (Ascarides) wie Ascaris lumbricoides,
    • Peitschenwurm (Trichuris trichuria),
    • Hakenwurm (Ancylostoma duodenale),
    • Zwergfadenwurm (Strongyloides stercoralis) und andere

Weltweit treten jährlich 1,7 Milliarden Fälle von Durchfallerkrankungen auf, die ca. 3,1 Millionen Todesopfer fordern. Allein in Europa zählen wir 154 Millionen Betroffene und 6.000 Todesopfer.

In 30 bis 40 % der Fälle bleibt die Ursache einer akuten Gastroenteritis jedoch unbekannt - auch nach der Durchführung mikrobiologischer Untersuchungen. Das gilt auch für 45 bis 60% der von akuter Gastroenteritis betroffenen Kinder in Europa. 


Hinweise zur Probenentnahme

Die Stuhlprobe sollte unmittelbar nach dem Absetzen versendet werden. Ein Versand vor dem Wochenende ist zu vermeiden.

Wurmeier und Protozoenzysten werden nicht immer in gleicher Zahl ausgeschieden. Um falsch-negative Ergebnisse bei der mikroskopischen Untersuchung zu vermeiden, empfehlen wir bei Verdacht auf Parasitenbefall drei Stuhlproben zu untersuchen, wobei der Abstand zwischen den Proben 1 bis 3 Tage betragen sollte.

Besteht der Verdacht auf Oxyuren-Befall, ist Stuhl nicht die geeignete Matrix zur Diagnostik. In diesem Fall wird zur Gewinnung eines Abklatsch-Präparates vor der Morgentoilette ein transparenter Tesa-Streifen kurz mit der Klebeseite auf den Anus gedrückt, anschließend auf einen Objektträger geklebt und zur Untersuchung eingeschickt. Zur Sicherung der Diagnose empfehlen wir zwei Präparate einzuschicken, die an zwei aufeinanderfolgenden Tagen genommen worden sind. Die Objektträger können gesammelt und gemeinsam eingeschickt werden. Hierfür werden vom Institut spezielle Probengefäße zur Verfügung gestellt.


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