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Eosinophile - Leukozyten abstammend vom Knochenmark • mikrooek.de

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Eosinophile

Eosinophile treten in großer Zahl an Entzündungsherden und als Antwort auf Infektionen mit Parasiten auf. Im Cytoplasma beherbergen die Eosinophilen Granula mit positiv geladenen Proteinen.

Die Granulaproteine haben einen basischen pH-Wert (> 10) und binden daher an stark saure Farbstoffe. Die besondere Affinität zu dem rot-orangen Farbstoff Eosin gab den Eosinophilen ihren Namen.

Eosinophile gehören zu den Leukozyten und sind Bestandteile des komplexen Regelsystems bei entzündlichen Prozessen. Von Stammzellen des Knochenmarks abstammend, werden die reifen Leukozyten vorwiegend in Geweben gefunden. Ungefähr 1 % der Eosinophilen zirkuliert im Blut. Zytokine, wie IL-3, IL-5 und GMCSF fördern die Entwicklung und Aktivierung der Eosinophilen. Chemotaktische Faktoren wie Leukotriene und Histamin bewirken, dass die Eosinophilen zum Ort der Entzündung wandern. Eine Aktivierung der Eosinophilen ist bei einer Vielzahl von Entzündungsprozessen zu beobachten. Beispiele sind Bronchialasthma, atopische Dermatitis, Rhinitis, allergische Augenentzündungen, allergische Mittelohrergüsse, Parasiten- und Bakterieninfektionen, Autoimmunerkrankungen und das chronische Müdigkeitssyndrom.

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