Wie erkenne ich eine Parodontose?

Bei der Parodontose ist das Gleichgewicht der im Mund lebenden Bakterien gestört. Ansammlungen von Bakterien auf den Zähnen in Form von Zahnbelägen, sogenannten Plaques, führen zuerst zu einer Entzündung des Zahnfleisches, im weiteren Verlauf zu einer Entzündung des Zahnbettes. Die Zahnbettentzündung wird Parodontose genannt, Fachleute sprechen auch von einer Parodontitis.

Gezielt behandeln mit dem ParoCheck

Zahnarzt untersucht einen Mund

Beim ParoCheck wird eine Probe aus den Zahnfleischtaschen auf Bakterien untersucht, die Parodontose verursachen. Das Ergebnis hilft dem Zahnarzt bei der gezielten Behandlung dieser Erkrankung.

In der Mundhöhle des Menschen leben viele verschiedene Bakterienarten, von denen die überwiegende Zahl harmlos ist. Durch ungenügende oder falsche Zahnreinigung oder eine Schwächung des Immunsystems können die krankmachenden Bakterien überhand nehmen. Ihre Stoffwechselgifte führen zu einer Zahnfleischentzündung; Zahnfleischbluten ist die Folge.

Durch gründliche Mundhygiene und eine professionelle Zahnreinigung ist eine Behandlung möglich. Unbehandelt kann die Entzündung auf das Zahnbett übergreifen. Es bildet sich ein Spalt zwischen dem Zahnfleisch und der Zahnwurzel - eine Zahnfleischtasche. Dort können sich die Bakterien weiter vermehren. Das Zahnfleisch geht zurück.  Aus der Zahnfleischentzündung ist eine Parodontose geworden. In deren weiteren Verlauf lockert sich der Zahn und fällt aus.

Neben dem Zahnverlust führt eine unbehandelte Parodontose im schlimmsten Fall auch zu Herzerkrankungen, Schlaganfällen und bei Schwangeren zu Frühgeburten.

Die Behandlung einer Parodontose ist im Anfangsstadium durch eine professionelle Zahnreinigung möglich. Dabei werden die Zahnfleischtaschen beim Zahnarzt mechanisch gesäubert. Daneben werden individuell abgestimmte Mundspül-Lösungen mit ätherischen Ölen wie Parodolium verabreicht. Im fortgeschrittenen Stadium verordnet der Zahnarzt Antibiotika. Auch hier können die Mundspül-Lösungen begleitend eingesetzt werden.

Was passiert beim ParoCheck?

Um diese Mundwässer und Antibiotika optimal auf die vorhandenen Bakterien abzustimmen, ist eine Untersuchung des Keimspektrums nötig. Dazu dient der Parocheck.

Mit dem Parocheck ist eine umfangreiche Untersuchung der vorhandenen Parodontose-Erreger schmerzfrei und sicher möglich. Dazu werden mit Hilfe kleiner Filterstreifen Proben aus den Zahnfleischtaschen entnommen und im Labor untersucht. Das Ergebnis hilft dem Zahnarzt, die optimale Therapie für den jeweiligen Patienten zu finden.

Lesen Sie auch unsere Patientenbroschüre: "ParoCheck - Nachweis von Parodontitis assoziierten Keimen"

Weitere Informationen für Zahnärzte finden Sie unter unserem Fachbereich für Zahnärzte.