Bestimmung des Immunstatus

Ist die Immunabwehr intakt, reagieren die Lymphozyten sofort auf eindringende Krankheitserreger. Die Lymphozyten proliferieren und differenzieren zu T-Helferzellen, T-Suppressorzellen und Plasmazellen. Über Antikörper, Zytokine und Zytolyse können die Immunzellen jetzt spezifisch und effektiv gegen die „Fremdlinge“ vorgehen.
Störfaktoren wie Fehlernährung, Stress oder die Einnahme von Medikamenten können die Immunabwehr jedoch beeinträchtigen. Auch Gendefekte oder zugrunde liegende Infektionen beeinflussen die zelluläre Immunabwehr. Eine erhöhte Infektanfälligkeit ist die Folge.
Immunzellen besitzen Oberflächenmoleküle mit spezifischen CD-Antikörpern. Über die CD-Antikörper lassen sich die einzelnen Subpopulationen der Immunzellen quantitativ erfassen. So deckt die Lymphozyten-Phänotypisierung gezielt Defekte der zellulären und humoralen Abwehr auf.
Indikationen für eine Überprüfung des Immunstatus sind:
- rezidivierende Infekte und persistierende Mykosen
- chronisch entzündliche Darmerkrankungen
- Vergiftungen
- Polyvalente Allergien
- Risikopatienten (Drogenabhängige, „Manager-Stress“)
- HIV
- Tumortherapien
- Autoimmunerkrankungen
- Lymphome
- die Einnahme von Immunsuppressiva
- Verdacht auf erblich bedingte Defekte
- HLA-assoziierte Erkrankungen
- Leukämien
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