Helicobacter pylori
Nachweis von Helicobacter pylori

- Helicobacter pylori
Eine Infektion mit Helicobacter pylori ist heute nach Karies weltweit die häufigste bakterielle Infektionskrankheit. Nach heutigem Kenntnisstand spielt H. pylori bei der Entstehung von chronischen Gastritiden sowie Magen- und Zwölffingerdarmulcera eine Rolle. Außerdem besteht ein Zusammenhang zwischen einer H. pylori-Infektion und dem Magenkarzinomen. Die Prävalenz von H. pylori ist vom Alter, vom sozioökonomischen Status und wahrscheinlich von genetischen Faktoren abhängig. In den Industrieländern sind etwa 50 Prozent der Erwachsenen im Alter von 60 Jahren betroffen. In Entwicklungsländern werden schon in früheren Lebensabschnitten Infektionsraten von bis zu 90 Prozent erreicht. Der Übertragungsweg bei einer H. pylori-Infektion ist bisher nicht genau geklärt. Drei Möglichkeiten müssen in Betracht gezogen werden: die oral-orale Übertragung, die fäkal-orale Infektion oder die Infektion über Nahrungsmittel oder Trinkwasser.
Nach einer Infektion und Besiedlung mit H. pylori kommt es zur Ausscheidung von H. pylori-Antigenen im Stuhl. Der Nachweis der Antigene ist mittels Enzymimmunoassay möglich. Werden im Stuhl Antigene nachgewiesen, sollte die Virulenz des Stammes bestimmt werden. Aus der Virulenz des nachgewiesenen Stammes ergeben sich unterschiedliche therapeutische Konsequenzen. Das pathogene Potential der Stämme wird über eine Western-Blot-Technik zum Nachweis von Zytotoxinen bestimmt. Hierfür ist Serum des Patienten erforderlich.
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