Zöliakie - Erläuterung und Hinweise zu Zöliakie Diagnose

Ausschnitt eines Weizenfeldes

Die Zöliakie ist eine erbliche Unverträglichkeit gegenüber glutenhaltigen Nahrungsmitteln wie Weizen, Gerste und Roggen. Sie führt zu einer Schädigung der Dünndarmschleimhaut und zu intestinalen Resorptionsstörungen. Die klinischen Symptome der Zöliakie hängen dabei vom Ausmaß der Schleimhautschäden und ihrer Ausdehnung im Dünndarm ab.

Bei einigen Patienten manifestiert sich die Erkrankung bereits im Kindesalter - oft zwischen dem 9. und 18. Lebensmonat. Im Erwachsenenalter verläuft die Erkrankung deutlich schwächer, weshalb von einer latenten Zöliakie gesprochen wird. Es dominieren uncharakteristische Beschwerden wie Bauchschmerzen, rezidivierende Durchfälle oder Blähungen. Wie epidemiologische Studien zeigen, nehmen vor allem die Schwachformen der Zöliakie an Häufigkeit zu. Derzeit treten sie bei bis zu 1,5 Prozent der erwachsenen Bevölkerung auf. Da auch die Schwachformen der Zöliakie zu Mangelerscheinungen führen können, ist eine diagnostische Abklärung unbedingt erforderlich. Auch ist bei einer nicht therapierten Zöliakie das Risiko erhöht, am Non-Hodgkin-Lymphom zu erkranken. Möglicherweise ist auch das Darmkrebsrisiko erhöht.

Beim ersten Verdacht auf Zöliakie aufgrund von Migräne oder Verhaltensveränderungen ist deshalb eine Stuhluntersuchung empfehlenswert. Sollte sich der Verdacht bestätigen oder sollten bereits konkrete Hinweise vorliegen, ist eine Serumuntersuchung anzuraten.

Hinweise zur Probennahme

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